Wir sind beim Aufruf der Kulturschaffenden dabei #diesmalgrün zu wählen + Last Call!

Unter diesem Video könnt ihr den gemeinsamen Aufruf lesen, hier noch ein paar persönliche Worte von mir:

 

#diesmalgrün

Gemeinsam rufen wir auf, diesmal grün zu wählen.

Unsere Gründe sind gut: Klimaschutz, Menschenrechte, Umweltschutz

Die Menschheit steht vor der größten Herausforderung ihrer Geschichte. Die Klimakatastrophe infolge der von Menschen verursachten globalen Erwärmung droht nicht, sie findet statt. Die jüngste verheerende Flut in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, die Brände im Mittelmeerraum und die Hitzewelle an der Westküste der USA haben es uns nochmals drastisch vor Augen geführt, mit dem aktuellen Klimabericht des IPCC haben wir es schwarz auf weiß: Es ist längst nicht mehr fünf vor zwölf, wir müssen handeln.

Deshalb möchten wir heute dafür werben, bei der Wahl zum deutschen Bundestag am 26. September 2021 die Grünen zu wählen.

Den Ländern des industrialisierten Nordens wie Deutschland kommt in der Klimakrise eine besondere Rolle zu. Als Hauptverursacher ebenso wie als Hochtechnologieland. Darauf haben die Grünen – als einzige im Bundestag vertretene Partei – seit ihrer Gründung vor über 40 Jahren immer wieder hingewiesen. Die Umwelt- und die Klimafrage sind der Markenkern dieser Partei. Keine andere hat in den vergangenen Jahrzehnten so viel Expertise zu Nachhaltigkeitsthemen angesammelt, keine andere hat so eindringlich auf die Folgen ungebremsten Wachstums hingewiesen wie die Grünen.

Geändert hat sich allerdings wenig. Jahrzehntelang wurde die Klimafrage erst belächelt und dann bestenfalls symbolisch verhandelt. Auch die Ära Merkel war in dieser Hinsicht eine Phase der verpassten Chancen. Wir haben aber keine Zeit mehr für einen öffentlichen Diskurs, in dem die Klimafrage als politisch links gebrandmarkt wird, in dem es großen Teilen der Gesellschaft in zentralen politischen Fragen ausschließlich um Bewahrung eines Systems zu gehen scheint, das offensichtlich an seine Grenzen gestoßen ist.

Als Kulturschaffende mögen wir nicht immer überzeugt von der Haltung der Grünen zu für uns wichtigen Themen wie etwa dem Urheberrecht sein. Politische Parteien können in einer parlamentarischen Demokratie aber niemals in allen Punkten mit den eigenen Vorstellungen übereinstimmen. Das zu erwarten, entspräche einer seltsamen Vorstellung von Demokratie. Wir können mit den Schwächen der Grünen leben, weil es andere Politikbereiche gibt, die in ihrer Folgenschwere und Dringlichkeit unsere persönlichen Interessen in den Hintergrund drängen: Klimaschutz, Umweltschutz, Schutz der Menschenrechte. Politikfelder, die in den kommenden Jahren die Basis für alles andere sein werden.

Natürlich sind Themen wie Digitalisierung, soziale Sicherheit, Bildung, Verteidigung, Wirtschaft, innere Sicherheit wichtig. Aber Klimaschutz, Umweltschutz und Schutz der Menschenrechte sind die Voraussetzung, um über diese Themen überhaupt diskutieren zu können.

Deshalb wählen wir am 26. September Bündnis 90/Die Grünen. Es geht nicht um Annalena Baerbock oder aufgehübschte Lebensläufe, es geht um die ökologische Transformation der Gesellschaft, um eine nachhaltige, klimabewusste und solidarische Zukunft in Deutschland und überall auf der Welt. Die zentralen Punkte ihres Programms können die Grünen nur umsetzen, wenn sie möglichst viele Stimmen bekommen. Versetzen wir sie in die Lage dazu!

Eure Bayuk, Balbina, Frank Schätzing, Wolfgang Niedecken, Maike Rosa Vogel, Kersty und Sandra Grether, Judith Holofernes, Selig, Sven Regener, Jakob Ilja, Richard Pappik, Tiefschwarz, Kat Menschik, Gorilla Club, Fatoni, Lina Maly, Das Paradies, Talking To Turtles, Deniz & Ove, Stefanie Schrank, Max Prosa, Locas in Love, Francesco Wilking, Patrick Reising, Benedikt Reising, Feline Lang, Safi, Berend Intelmann, Paula, Regina Schilling, Adriana Altaras, Leander Haußmann, Steffi Kühnert, Milan Peschel, Moritz Rinke, Bela B.

 

Und hier könnt ihr den last call lesen:

 

#diesmalgrün – last call 

Vor gut zwei Wochen haben wir mit der Initiative #DiesmalGrün einen Nerv getroffen: Musiker:innen wie Bela B, Judith Holofernes, Sven Regener und Balbina sowie Kulturschaffende aus anderen Bereichen hatten dazu aufgerufen, bei der Bundestagswahl am 26.09. für effektiven Klimaschutz zu stimmen und also „diesmal grün“ zu wählen. Ein derartiges Engagement von Künstler:innen für eine Partei und deren politische Ziele hatte es seit „Willy wählen“ und den Siebzigerjahren nicht mehr gegeben. Die damaligen interdisziplinären Polit-Diskurse unter Beteiligung zahlreicher Künstler:innen haben in der Ära Merkel ebenso gefehlt wie  Resolutionen von der Art, wie sie die Gruppe 47 in den Sechzigerjahren in Politik und Gesellschaft gesendet hat. Eine Vernetzung von Akteur:innen aus Kultur und Politik in dieser Tradition halten wir auch jetzt wieder für wichtig, weil die politischen Kernfragen der Zeit – allen voran die Klimapolitik – zu wichtig sind, um sie Industrie und Lobbyisten zu überlassen. 16 Jahre verwaltende Politik und „auf Sicht“ fahren ohne Diskurs und Kontroverse haben das Land gelähmt – Zeit für einen neuen Dialog mit neuen Perspektiven auch aus Kultur und Kreativwirtschaft.

 

In der Zwischenzeit haben sich dem Aufruf zahlreiche weitere Kulturschaffende aus allen Bereichen angeschlossen, die – bei allem Unbehagen ein solch eindeutige Festlegung betreffend – ebenfalls bekennen: #DiesmalGrün. Die vollstände Liste aller Unterstützer:innen findet sich am Ende dieses Schreibens.

 

Die Zeit für lange Diskussionen ist ohnehin abgelaufen: Wir haben noch eine Woche Zeit, uns hier in Deutschland für Klimaschutz und eine lebenswerte Zukunft zu entscheiden, das ist die bittere Wahrheit. Wem das zu dramatisch klingt: Ja, Klimawandel ist dramatisch. Nicht wie bei Roland Emmerich, sondern langsam, schleichend, aber unverkennbar da und zerstörerisch.

 

Eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) kommt zu dem Schluss, dass die Wahlprogramme der aktuell im Bundestag vertretenen Parteien nicht ausreichend sind, um die Pariser Klimaziele zu erreichen. Auf diese Ziele hat sich die Bundesregierung nicht nur verpflichtet, sie wurden auch vom Bundesverfassungsgericht im April 2021 nochmals als bindend angemahnt.

 

Auch die Grünen müssen infolge der DIW-Studie noch minimal nachbessern, aber insgesamt macht das aktuelle Wahlprogramm der Partei deutlich: Echten Klimaschutz jenseits von Lippenbekenntnissen, für die junge Generation und eine gesicherte Zukunft, gibt es nur mit den Grünen.  

 

Erstaunlich ist das nicht: Die Umwelt- und die Klimafrage sind der Markenkern dieser Partei. Keine andere hat in den vergangenen Jahrzehnten so viel Expertise zu Nachhaltigkeitsthemen angesammelt, keine andere hat so eindringlich auf die Folgen ungebremsten Wachstums hingewiesen wie die Grünen.

 

Der WWF bestätigt: „Die Grünen haben ein erwartungsgemäß ambitioniertes und fachlich ausgereiftes Wahlprogramm für den Umwelt- und Klimaschutz und sind damit auf einem guten Weg, die enorme Umsetzungslücke beim Klimaschutz zu schließen. Gut ist vor allem das Bekenntnis zu einem 1,5°C Pfad und die Stärkung des Erneuerbaren Ausbaus in Kombination mit einem wirksamen, sozial ausgestalteten CO2-Preis. Auch der Einsatz für einen integren Emissionshandel und CO2-Standards für Autos auf EU-Ebene sind zielführend. Es wird nun darauf ankommen, im Wahlkampf und in möglichen Koalitionsverhandlungen an dieser grünen Linie festzuhalten. Auch sollten die Grünen, etwa bei der Festlegung einer umfassenden Bund-Länder-Strategie zum Ausbau der Wind- und Solarenergie, nachschärfen.“ (https://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Politik/WWF-Klima-Wahlprogrammcheck-zur-Bundestagswahl-2021.pdf)

 

Klimaschutz ist nicht nur eine Frage der Generationengerechtigkeit. Er ist die Voraussetzung und die Basis für alle anderen Themen. Nur in einem stabilen Klima können Menschenrechte, Digitalisierung, Wirtschaft, Umwelt und alles andere gedeihen.

Deshalb wählen wir #DiesmalGrün: für die Zukunft, für eine gerechte und soziale Gesellschaft, gegen Ausgrenzung und Hass! Für die ökologische Transformation der Gesellschaft, für eine nachhaltige, klimabewusste und solidarische Zukunft in Deutschland und überall auf der Welt.

Die zentralen Punkte ihres Programms können die Grünen nur umsetzen, wenn sie möglichst viele Stimmen bekommen. Versetzen wir sie in die Lage dazu!

Eure Bayuk, Balbina, Frank Schätzing, Wolfgang Niedecken, Judith Holofernes, Maike Rosa Vogel, Jan Plewka & Selig, Sven Regener, Jakob Ilja, Richard Pappik, Tiefschwarz, Kat Menschik, Sandra und Kersty Grether, Anton Fatoni Schneider, Lina Maly, Das Paradies, Talking To Turtles, Deniz & Ove, Stefanie Schrank, Max Prosa, Locas in Love, Francesco Wilking, Patrick Reising, Benedikt Reising, Feline Lang, Safi, Berend Intelmann, Regina Schilling, Adriana Altaras, Leander Haußmann, Steffi Kühnert, Milan Peschel, Moritz Rinke, Cäthe, Bastian Bandt und Bela B

Dazu sind in den letzten 2 Wochen noch folgende Menschen als weitere Unterstützer dazugekommen:

Fiva, Pepe Danquart, Olaf Heine, Cordula Stratmann, Jonas Nay, Karoline Schuch, Anna Schudt, Friedemann Karig, Friederike Kempter, Jan Georg Schütte, Rocko Schamoni, Bjarne Mädel, Peter Franke, Lisa Maria Potthof, Matthias Matschke, Gustav Peter Wöhler, Maren Eggert, Heinz Strunk, Laura Tonke, Peter Lohmeyer, Hildegard Schmahl, Devid Striesow, Anneke Kim Sarnau, Ruth Thoma, Rike Schmid, Hannes Jaenicke, Friederike Becht, David Wagner, Thies Mynther, Caroline Peters, Annett Louisan, Katharina Schüttler, Marek Harloff, Ingo Pohlmann, Clelia Sarto, Anna Bergmann, Lisa Who, Andres Veiel, Kai Schumann, Lavinia Wilson, Pheline Roggan, Christian Ulmen und Charly Hübner

 

zum Blogbeitrag: Grafik Blume c) Kat Menschik