Manic Mittwoch pt. 29: Hysterese & Hysterie

Sieht man mir an, dass ich voller Gesang bin? Voller uuuuhoohuuuh in allen Etagen und Registern. ­čöąDenn das ist ja der Erkennungsruf unserer sch├Ânen Gesangssekte. Wie ein klimperndes Armband oder Schifferklavier meines Herzens.

Am Montag geht`s in Studio und ich singe den ersten Song fürs neue #thedoctorella Album ein.

Sich dem Klang ├╝berlassen. In die Idee von Reflexe gehen. Das Resonanzerleben st├Ąrken. Remanenz und Hysterese, all diese Techniken mit denen man besonders gut in sich rein h├Ârt beim Singen, die mehr sind als nur billige Selbstoptimierung, sondern ein echtes verst├Ąrkendes Begreifen dessen, was der K├Ârper einem sagen will; das alles ist ja dazu angetan einen zu beruhigen. Und den Druck rauszunehmen. In Hinblick darauf, neue Songs aufzunehmen bin ich aber das Gegenteil von Hysterese und Unterdruck. Ich bin hysterisch, voller Anspannung und Druck, total aufgew├╝hlt und aufgeregt, manisch und voller Angst es nicht 100 prozentig so hinzukriegen wie ich es mir vorgenommen habe. Gegen all das hilft nur noch mehr Singen, noch mehr Klingen, noch mehr Abstand nehmen von all den vielen Absichten und all dem vielen Wollen.

Und wahrscheinlich schaffe ich es am Montag dann in einem Rutsch und ├Ąrgere mich, dass ich mich so reingesteigert habe.

Zumal ich seit 2020 an den neuen Songs arbeite. Je l├Ąnger man an einer Platte arbeitet, desto l├Ąnger arbeitet man an einer Platte.

Das Ganze ist so sicher wie ein Kettenkarussell auf der Kirmes. Ich will lieber heute als morgen abheben und da einfach durchrauschen. In diesen krawalligen Knisterkl├Ąngen. ÔŁĄ´ŞĆ

#Uuuuhooohuuuh