#WirSindMehr. Sind “wir” auch divers? Oder “nur” die Mehrheit?

(Und dann stimmt, wenn man örtlichen Antifa-Organisatoren glauben darf, noch nicht mal das mit der Mehrheit.)

von Kerstin  (heute sehr geschockt), 3.9.

Es ist gruselig wie dieses Land sein Herrenmenschentum selbst noch im Protest dagegen reproduziert.

Leider, außer der tollen Nura, keine Migrant*innen auf der Bühne ( in der Programmankündigung, ich weiß nicht, wie es vor Ort war, ich war nicht dort)  keine Frauen, Queers, trans*Menschen in Chemnitz on stage – beim spektakulären, von unglaublich viel männlichem weißen Privileg in der Vorbereitung getragenen #WirSindMehr-Konzert,  von genau den weißen deutschstämmigen Hetero-Cis-Männern, die auch ansonsten gerne mal die Bühnen für sich alleine klar machen! Nur heute haben wir erfahren, dass sie links sind  🙂 🙂 Toll! (Feine Sahne Fischfilet nehme ich davon gerne aus, da war es klar.)

Diversität darf keine Einbahnstraße sein. Sie darf nicht nur im Publikum und in den ” linken” Köpfen stattfinden.

Sie muss auch auf der Bühne, bei den Akteur*innen (und am besten sogar in der Ästhetik der Musik) sichtbar sein. (Aber nun gut, das mit der Ästhetik ist Geschmacksache). Sonst fällt es mir schwer, das als Antifaschismus zu fühlen. Eine Profilierung weißer deutschstämmiger Hetero-Cismänner, die “für” Ausgegrenzte sprechen, anstatt diesen die Möglichkeit zu geben, auf der Bühne selbst ihre Musik zu präsentieren! Es ist schon in dem “IHR SEID NICHT ALLEIN” enthalten. Wieso war da kein “Wir” möglich? Also, klar ist das eine schöne Geste der Solidarität, aber es macht ein “Wir” und ein “Ihr” auf; es ist also nicht möglich, dass auf einer Bühne GEMEINSAM dieser Kampf gekämpft wird, sondern von “uns” für “euch”? Da müssen als migrantisch gelesene Menschen jetzt aber dankbar sein, dem lieben Campino und den guten Kraftklubs. Fun Fact: viele der Acts (Materia, Casper usw) kommen ja aus dem HipHop. Da haben sich freilich keine Rapper*innen mit “Migrationshintergrund” (sorry, das Wort!) gefunden, die auch gegen Rassismus spielen wollen. Oder will man ihnen auch das Argument aufdrücken, es gäbe halt so wenige und die könnten es halt nicht, wie das in schöner Regelmäßigkeit passiert, wenn der Ruf nach mehr Frauen* auf Bühnen laut wird. Die Clique um Casper und Kraftklub war aber ja schon immer gut darin, ihre männlichen, heteronormativen Mittelschichtsbefindlichkeiten als den “wahren” HipHop zu verkaufen (weil “nicht ganz so sexistisch”, hahaha, sic!!!).

Schade um die vielen Menschen, die da aus guten Gründen und mit guten Gefühlen hingefahren sind, mitdemonstriert haben. Die Verwischung von Demonstration und Konzert ist an und für sich schon schwierig. Vielleicht auch deshalb meine Magenschmerzen.  Es ist schon krass, wie die Musiker sich selbst als die Betroffenen rechter Gewalt inszenieren. Klar, die Nazis haben natürlich auch viel gegen Linke (die in Chemnitz wohnen), klar dürfen die sich auch als Betroffene rechter Gewalt bezeichnen, aber es ist eben nur ein kleiner Ausschnitt von Betroffenen von rechter Gewalt. Und ganz konkret ging es doch um eine Hetzjagd gegen Migrant*innen. Bzw Alltagsrassismus. Die Toten Hosen, Kraftklub usw sind doch nicht von Alltagsrassismus betroffen.

Ich kann mir absolut nicht vorstellen, wie man so ein Konzert organisieren kann, ohne sich zu überlegen, welche Personengruppem auf der Bühne abgebildet werden – und welche nicht. Ich würde mich da auch als weiße deutsch-stämmige Frau* nicht ohne Weiteres hinstellen, und von meiner Betroffenheit faseln,  während sich z.B. schwarze Musikerinnen, die, mit denen ich gesprochen habe, nicht mal trauen, sich überhaupt in den ICE nach Chemnitz zu setzen.

Es ist gruselig wie dieses Land sein Herrenmenschentum selbst noch im Protest dagegen reproduziert.

Ich war mal auf einem Podium mit einem Veranstalter von der Tote Hosen Bookingagentur. Der Booker hat dann irgendwann auf der Bühne zu mir gesagt, er würde jetzt nicht mehr mit mir sprechen und hat meine Fragen nicht mehr beantwortet, was ich schon fast als Mobbing empfunden habe ( denn schließlich war ich die Moderatorin dieses Podiums ). Nur weil ich es gewagt hatte über “Diversität” zu sprechen. Und weil ich es gewagt hatte, zu kritisieren, dass ein anderer Booker auf dem Leipziger Podium vorher gesagt hatte, dass sie nicht im Traum auf die Idee kommen würden, in der queeren Szene nach bookbaren Bands suchen,  und dass sie auch sonst so gut wie keine Frauen* buchen. Ich habe dieses insgesamt sehr unangenehme Podium dann frühzeitig verlassen, damit sie wieder unter sich bleiben dürfen 🙂 Und die Erfahrung mitgenommen, dass sie sich wirklich sehr schwer tun, mit Kritik an ihrem männerdominierten Booking.  Es tut mir leid, diesen Leuten vertrau ich meinen Antifaschismus nicht an. Bitte nicht falsch verstehen: ich finde es nicht schlimm, sich auch mal über eine “gute Sache” zu profilieren, oder auch darüber Platten zu verkaufen – so what! Aber ich finde es schlimm, diejenigen auszugrenzen, um die es eben auch geht. Klar finde ich die Linken im Osten, die dort tagtäglich gegen Rechts kämpfen, total gut und heldenhaft. Dass die Bands, die dort aufgetreten sind, selber zum Großteil aus dem Osten sind und eben diese Kämpfe repräsentieren, sehe ich natürlich. Auch dass es natürlich sehr bekannte Bands (Tote Hosen) benötigt, um so viele Menschen zu mobilisieren und was daran alles gut und wichtig ist: klar! Aber irgendwie bleibt trotzdem ein bitterer Beigeschmack, wenn man über Antifaschismus redet und dabei die Opfergruppen des Faschismus größtenteils aus den Augen verliert. Und, wie gesagt, Faschismus war / ist ein Herrenmenschentum: Aufwachen! Man möchte den Bands zurufen: Wacht endlich mal auf und reflektiert eure Priviliegien.

Nachtrag: Auf Instagram war der Einwand zu lesen, es handele sich doch um Solidarität, und die käme ja immer von “indirekt Betroffenen.” Das ist leider heute keine moderne Auffassung von Solidarität. Solidarität bedeutet nicht, Ausschluss und dann selbst für “Andere” sprechen, sondern TEILHABE!!! Natürlich ist Solidarität wichtig und richtig. Aber sie kann nicht über die Köpfe der Betroffenen hinweg stattfinden. Und wenn, wird man diesen Einwand ja bitte wenigstens bringen dürfen. Es ist außerdem naiv zu glauben, da wären ganz viele Acts angefragt worden, und es hätten halt nur welche nicht gekonnt. Es wurden genau die gefragt, die denen, die gefragt haben, ins Marketing-Konzept passen. Was nicht heißt, dass ich ihnen den Kampf gegen Nazis nicht abnehme.  Aber so ein Konzert hat doch auch eine Ausstrahlung, eine Wirkungsmacht! Eine Message, die über die pure tolle wichtige Message “Anti-Nazis” weit hinausgeht . . . Migrant*innen und Frauen*  könnten natürlich auch streiken. Dann könnt ihr euer Scheißland ohne uns machen… Ach nee Quatsch, als Zuschauer*innen und Konsument*innen braucht ihr uns ja… Und die Regenbogenfahne auf dem Foto “Männer mit Dame” macht uns leider sprachlos. Ach so. Als Symbol sind die intersektionalen Kämpfe ganz cool. Aber von den Menschen selber bitte nicht so viele auf die Bühne. Wäre schön gewesen, wenn die Vielfalt, die proklamiert wurde, auch in Form von musikalischen Darbietungen möglich gewesen wäre. ..

Nachtrag 8.9.: Gerade diesen tollen Artikel aus dem “Neues Deutschland” (vom 3.9.) entdeckt: https://www.neues-deutschland.de/artikel/1099262.bwir-sind-mehrl-konzert-in-chemnitz-ein-alter-hut-n-und-doch-brandaktuell.html

13 thoughts on “#WirSindMehr. Sind “wir” auch divers? Oder “nur” die Mehrheit?

  1. Vorweg: Ich verstehe den Inhalt des Beitrags und das, was damit ausgesagt werden möchte und stimme dem zu.

    Aber: Das wurde kurzfristig anberaumt. Vielleicht wurden mehrere Künstler, die Du hier vermisst angerufen und hatten keine Zeit. Oder keine Lust, weil sie zwar die Intention verstanden haben, das aber als PR-Move wahrgenommen haben (auch wenn man das, sollte das so sein, ruhig außer Acht lassen sollte, denn die Idee dahinter ist erstmal wichtiger; aber das muss halt ebenfalls jeder für sich entscheiden)

    Andersrum, auch wenn ich mit der Thematik vertraut bin, würde ich jetzt auf Anhieb nicht mehr als Conchita, Lilo Wanders, sookee zusammenbekommen, die sich entweder dafür einsetzen und / Teil des Ganzen sind. Vielleicht noch den Autor von Homo Punk (hoffe, habe den Titel richtig in Erinnerung) – aber dieser wiederum Autor und nicht zwingend Musiker.

    Und ja, wenn man “böse” sein möchte, liest sich das Billing mit den wenigen Ausnahmen wie Quotenerfüllung. Aber, auch wenn es schade ist, möchte ich niemanden die Idee und Einstellung von Diversität absprechen. Ich kenne die zahlreichen Bemühungen nicht, die man angeregt und versucht hat.

    1. hallo steven, wenn auf bühnen mal wieder die diversität fehlt, liegt das in den allerseltesten fällen daran, dass sich keine artists gefunden hätten, die dort gerne und unter den bedinungen des events gespielt hätten. das wissen wir als expertinnen zum thema “frauen* auf bühnen” aus zahlreichen statistiken, diskussionen und forschungen. ebenso ist es so, dass es mega viele acts gibt, die sich zu diesen themen engagieren (nicht nur die von dir genannten) und auf diese bühnen passen würden, und dass auch immer wieder listen und webseiten existieren, wo diese acts sich sogar zusammengeschlossen habem und engagieren, weil sie schon wissen, dass sie kaum gefragt werden.

      z.b. hier : https://musichhwomen.de/about/ , hier : https://www.facebook.com/queerstothefrontbooking/, hier: https://www.facebook.com/grrrlrilla/.

      oder auch das engagement der keychange-initiative: Keychange.

      nicht zuletzt ist auch dieser blog hier ein blog für mehr sichtbarkeit von frauen* im pop (und die dahinter liegenden mythen), der auch eine veranstaltungsreihe, nämlich “ich brauche eine genie” initiiert hat, wo mehrmals im jahr in der kantine am berghain in berlin vielfätlige acts spielen (und wo musikerinnen ihr können zeigen).

      außerdem gehört zu unserem blog die bookingagentur und das label http://www.bohemianstrawberry.de, mit fokus on female* artists. empfehlenswert finden wir auch: http://www.monika-enterprise.de/ und http://www.femalepressure.net/ toll finden wir auch https://www.springstoff.de/
      und viele mehr!

      leider herrscht in vielen kontexten des musikgeschäfts immer noch die auffassung es gäbe all diese bands und kontexte nicht, und klar sind die acts auch nicht so bekannt wie die toten hosen oder feine sahne fischfilet, aber halt schon recht oft so indie-bekannt. also jedenfalls: es gibt sie, und sie sind erstaunlich gut eingespielt und haben tolle werke veröffentlicht. erstaunlich meine ich, in anbetracht der tatsache, wie sehr sie von stereotypisierung und strukturen betroffen sind, die musikerinnen/frauen* systematisch benachteiligen.

      vielleicht bist du ja jetzt neugierig auf mehr. dann kann ich dir empfehlen dich z.b. hier auf dem blog ein wenig umzuschauen und umzuhören. viel spaß! viele liebe Grüße!

  2. hey ya
    ich weiss nicht obmeinKommentar eben ankam, evtl “lost in ICE-WIFI”.
    fast alle Punkte des Artikels kann ich so unterschreiben, bittemehr Frauen auf Bühnen (egal ob cis oder nicht), mehr Diversität, mehr Wir…
    war auch schon bei MADSEN und EGOTRONIC am Vortag so …

    nur der Vollständigkeit halber standen mit Tarek von KIZ und Rod von den Ärzten (beoi den TH) nochweitere Menschen mit nicht deutschen Wurzeln auf der Bühne.

    und wenn man ein wenig hinter die Bühne schaut wird schnell klar warum wer dort gespielt hat (Kraftklub, Casper und KIZ teilensich dasManagement, Trettmann kommt selbst aus Chemnitz, FeineSahneunddie Hosen engagieren sich seit Jahr stark gegen Rechts), ich glaub da ginges weniger um gefragt werden (siehe Savas’ unsäglicher Tweet) sonderneher um eigenes engagement… aber ja, zu wenig “alles Andere”…

    beste grüße

    1. hallo robert, danke für deinen netten kommentar!

      ich erlaube mir hier, mal etwas ausführlicher zu antworten, weil einige punkte, die du ansprichst, auch schon von anderen leuten in ähnlichen diskussionen gekommen sind.

      danke für die anmerkung zu tarek von kiz und rod von den ärzten. ja, wichtig die beiden dazu zu erwähnen. auch wenn es nichts an der dominanz der genannten personengruppe(n) ändert.

      zum thema “ausnahmen, die die regel bestätigen”, hat übrigens auf unserer fb seite , wo dieser beitrag hier auch diskutiert wird), amelie dammann gestern einen kommentar gepostet, den ich hier, mit ihrer erlaubnis, einfach mal reinstelle, weil ich den aspekt mit der wahrscheinlichkeit so gut finde – ich will dir damit aber nicht unterstellen, dass du zu denjenigen gehörst, die in identitätsdiskussionen dieses argument bringen, du hast es ja aus respekt und vollständigkeit erwähnt.

      Amelie Dammann @Ella Grether: “in einem land mit 19,7 millionen migrant*innen bzw ca 40 millionen frauen* wäre die wahrscheinlichkeit, dass gar kein migrant oder migrantin und gar keine frau* auf der bühne ist, ja in einem wahrscheinlichkeitsbereich der abstrus scheint. was sollen immer die nennungen von den drei ausnahmen (es sei denn aus respekt), wenn sie dazu dienen, das gesamtargument lächerlich zu machen? ja gehen denn diejenigen, die diese arugmentation reflexhaft ins spiel bringen, eigentlich davon aus, dass wir von NULL prozent ausgehen müssten, um kritik üben zu dürfen? und noch schlimmer: sollen diese fragen eigentlich darauf hinaus gehen, dass wir uns über diese “ausnahmen” total mega freuen müssen? und nochmal schlimmer. wollen die, die das anmerken eigentlich immer sagen, der oder die es ausspricht, hat wohl jemand übersehen und ist selber rassistisch oder sexistisch?”

      was du schreibst über die persönlichen verbindungen der acts etc:

      ich finde diese argumentation generell problematisch: wer ein so politisches ereignis schafft, muss sich immer im klaren sein, dass für so ein demonstrationskonzert die privaten gründe / internen freundesstrukturen nicht so ausschlaggebend sein dürfen wie bei einem „normalen“ konzert. hier nicht über repräsentation nachzudenken, bei einem konzert, das auf allen medien übertragen wurde und ein paar tage lang eins der top-themen in den deutschen medien war, zeugt nicht von einem linken bewusstsein, das sich mit identitätspolitik und fragen der repräsentation auseindergesetzt hat.

      der diskurs über identität ist tatsächlich ein bisschen ein anderer diskurs als der über „nazis blockieren“, aber er gehört dazu, wenn man sich eine andere, bessere, nichtrassistische, nichtsexistische, nichtantisemitische, nicht von ausbeutungsverhältnissen geprägte gesellschaft wünscht. das patriarchat besteht nun mal z.b. aus männerbündnissen und männerfreundschaften und seilschaften (stichwort gleiche bookingagentur). das ist ja genau der punkt.

      und es stört, wenn jedesmal gesagt wird, eigentlich wäre es ja wichtig, dass an diesem und jenem ereignis mehr diversität möglich wäre, aber in dem einen Fall wäre es jetzt halt so und so gewesen und nicht anders gegangen. das „in dem einen fall“ argument kennen wir aus hundert verschiedenen fällen und feldern. ich glaube, es gibt mehr sachzwänge in den leben der meisten menschen, als die, als rockstar zu akzeptieren, dass man, wenn man schon das privileg hat, so ein massenkonzert mitzuorganisieren und dort zu spielen (und genau das ist es nämlich, es ist ein engagement, ja!, aber es ist auch privileg, das die ausführung des engagements ermöglicht), auch mal die bühne mit menschen teilen zu müssen, die nicht aus dem eigenen stall kommen 🙂

      danke nochmal für deine mühe hier zu posten, auch noch vom ICE aus, und beste grüße!

  3. super artikel!
    tja, und die regenbogenfahne als bloße deko – da weiß man gar nicht, ob man lachen der weinen soll …
    solche artkel braucht es dringend, um überhaupt mal ein bewußtsein zu schaffen, was es auch in linken kreisen für defizite gibt!

  4. Mal eine Frage zu Vielfalt. Ich lese immer wieder von “Transgender”, aber Menschen mit Transsexualität werden regelmässig in dem Unsichtbarmachungssternchen unter “trans*” vereinnahmt, obwohl Sex und Gender zwei unterschiedliche Singe sind. Wäre denkbar, dass – wenn schon von Vielfalt gesprochen wird – auch anerkannt wird, dass es zwei Ts sind? Danke.

    1. Hallo Kim, danke für deinen wichtigen Beitrag. Stellst du die Frage in Bezug auf die Schreibweise von unserem Blog oder generell? Ich habs jetzt mal geändert in “Frauen, Queers, trans*Menschen, ok? Sorry für die späte Antwort und viele liebe Grüße!

  5. Hallo Martin. Es ist wirklich nicht als Hasstirade gemeint, da möchte ich als Autorin des Textes meinem Vorredner Heiko ganz entschieden zustimmen. Und was das Thema Andersdenkende und Hautfarbe betrifft: mit weiß ist, wie in intersektionalen feministischen Diskursen üblich, folgendes gemeint: “um die Konstruktion des Begriffes hervorzuheben. Es handelt sich um keine Hautfarbe, sondern um Privilegien, die mit der Hauptfarbe einher gehen.” (Missy Magazine). Vielleicht hätte ich es im gesamten Text kursiv schreiben müssen, sorry dafür! Und ich sehe das auch so, was du schreibst: “Opfergruppen des Faschismus sind Menschen, die anders aussehen und anders denken.” Danke dafür!

    Und noch was zum Thema “Hasstirade”: ich hasse diese Bands nicht, wenn das so rüber kommt, tut es mir leid. Es ist zugegebenermaßen ein sehr polemischer Text. Er richtet sich nicht gegen einzelne Bands (ich finde einzelne Lieder von den Bands oder sogar ganze Alben von den Bands durchaus auch mal gut ), sondern gegen die mangelnde Diversität auf der Bühne. Was soll daran “Hass” sein? Ich habe es eher mit Liebe geschrieben 🙂

  6. Martin.Der Beitrag ist keine Hasstirade und stellt das Anliegen der Veranstaltung ja nicht infrage.Es geht um Inhalt=Aussage.Spalterei bringt gerade gar nichts..lass uns lernen.H*

  7. Opfergruppen des Faschismus sind Menschen, die anders aussehen und anders denken. Das macht sich nicht an der Hautfarbe fest. Aber das kannst du vielleicht nicht wissen, wenn du so etwas noch nicht erlebt hast. Anders kann ich mir den Kommentar nicht erklären.

    Auf den stumpfsinnigen Rest deiner von Vorurteilen und Unterstellungen gespickten Hass-Tirade will ich gar nicht erst eingehen.

    Ganz schlimmer Beitrag.

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