Mein Weihnachtsfestmahl

von Kerstin

Weihnachten 2018. Das tolle beste Essen eingekauft. Zweihundert Euro. Mit dem Taxi heimgebracht.  Die Beute in der Küche abgestellt, übereinandergestapelt, tiefgefroren, lächelnd im Regal plaziert. Dann erstmal ins Wohnzimmer. Die künstlichen Kerzen angemacht. Couch, Buch, ein Geschenk: “Das Leben des Vernon Subutex, Teil 2” von Virginie Despentes. Was hätt ich denn jetzt mal Lust zu essen? Man soll ja seinen Magen fragen, nicht den Kopf. Ein Knäckebrot mit körnigem Frischkäse, sagt der Magen. Wow, geil! Steht hier zufällig noch auf dem Schreibtisch rum. Und mit Gurken. Und noch etwas Kräutersalz dazu. Es schmeckt so gut so gut so gut. Ist mein Lieblingsessen plötzlich. Nachher noch ein paar blaue Beeren. Knäckebrot, körniger Frischkäse mit Gurke. Auf einmal: Packung leer.  Weihnachten ist gar nicht so schwer. Essen bleibt in der Küche. Betreten bis auf Weiteres verboten.

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